4 wichtige Überlegungen zur Modernisierung von Rechenzentren bei begrenztem Budget

Wie mittelständische Unternehmen alternde Infrastrukturen modernisieren, Kosten kontrollieren und die Ausfallsicherheit stärken können, ohne einen kompletten Austausch vorzunehmen.

Male and female IT leaders discussing data strategy in an open plan office space while observing source code on a screen.
(Image credit: Getty Images)

Für zahlreiche mittelständische Unternehmen ist das Rechenzentrum zum operativen Rückgrat geworden, das Kernanwendungen, Analysen und die Geschäftskontinuität unterstützt und gleichzeitig die Grundlage für das zukünftige Wachstum bildet. In den vergangenen Jahren haben die Unternehmen massiv in den Ausbau der Kapazität und Leistungsfähigkeit ihrer On-Premises-Infrastruktur investiert und diese als Motor für die Unternehmenstransformation, datengestützte Entscheidungsfindung und erhöhte operative Agilität genutzt.

Alternde Infrastrukturen bedeuten für mittelständische Unternehmen eventuell steigende Supportkosten, größeren Sicherheitsrisiken und Leistungsengpässe, die effiziente IT-Teams belasten. Infolgedessen suchen viele nach Möglichkeiten, ihre Infrastruktur zu modernisieren, ohne die Komplexität zu steigern oder bereits knappe Budgets zu strapazieren. Wenn Rechen- und Speicherhardware altert, kann dies zu unvorhersehbaren Gemeinkosten führen und Sicherheitslücken sowie betriebliche Engpässe erhöhen.

Für mittelständische Unternehmen ist der Ansatz eines vollständigen Austauschs aus finanzieller oder operativer Sicht selten praktikabel. Eine wirksamere Strategie besteht in einer schrittweisen Modernisierung und Priorisierung der Investitionen, die Effizienz, Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit verbessern und gleichzeitig Unterbrechungen minimieren. Durch einen gezielten, schrittweisen Ansatz bei der Modernisierung können die Unternehmen vom ersten Tag an Leistungssteigerungen und Kosteneffizienzen erzielen, ohne ihre Investitionsbudgets zu strapazieren oder unnötige Komplexität in Kauf zu nehmen.

Laut der Uptime Institute Global Data Center Survey 2025 sind mehr als drei Viertel der Rechenzentrumsbetreiber besorgt über Kostenaspekte und mehr als 70 % machen sich Sorgen über zukünftige Kapazitätsanforderungen. Für mittelständische Unternehmen werden diese Belastungen oft durch knappere Budgets und kleinere Teams noch verstärkt.

Workloads konsolidieren, um Kosten zu senken und Abläufe zu vereinfachen

Für mittelständische Unternehmen, die mit einem begrenzten Budget arbeiten müssen, ist die Konsolidierung der Workloads der offensichtlichste Ausgangspunkt. In zahlreichen wachsenden Unternehmen war die Standardstrategie bei der Einführung einer neuen Anwendung oder dem Einsatz einer Datenbank in der Vergangenheit, diese auf einem neuen Server zu starten, um sicherzustellen, dass ausreichend Speicherplatz und Bandbreite vorhanden sind. Das Problem bei diesem Ansatz besteht darin, dass er tendenziell zu einem Rechenzentrum voller zu gering ausgelasteter Maschinen führt.

Der Betrieb von Rechenzentrumsinfrastruktur ist teuer, wobei jedes zusätzliche Rack die Kosten für Strom, Kühlung und Platzbedarf in die Höhe treibt. Durch die Konsolidierung wichtiger Server mit leistungsstarken Modellen wie der neuesten Generation von Dell PowerEdge Servern kann eine Maschine den gleichen Workload bewältigen wie mehrere ältere Server. Basierend auf Leistungsanalysen kann der auf Intel® Xeon® basierende Dell PowerEdge R770 dank der beträchtlichen Kerndichte und des Durchsatzes der Intel Xeon 6 Plattform bis zu fünf ältere R740xd Server ersetzen.

Dies bietet zudem den Vorteil einer einfacheren Administration: Weniger physische Server bedeuten weniger Maschinen, die gepatcht werden müssen, weniger physische Wartung der Racks und weniger potenzielle Fehlerquellen.

Je mehr Workloads auf einem einzigen Server ausgeführt werden können, desto besser können Unternehmen ihre Rechen- und Speicherressourcen optimieren – die größte Einsparung liegt jedoch in den reduzierten Lizenzgebühren für die Virtualisierung. Darüber hinaus kann die Konsolidierung von mehr Workloads auf weniger Servern Ressourcen freisetzen, um neue Anwendungen und Services zu starten, ohne zusätzliche Infrastrukturkapazitäten hinzufügen zu müssen.

Einsatz der Cloud dort, wo sie einen Mehrwert bietet

Für zahlreiche mittelständische Unternehmen werden Cloud-Kosten zu einer Herausforderung, wenn die Anforderungen an Speicher, Backup und Datenbewegung schneller zunehmen als erwartet.

Dieses Prinzip der Konsolidierung gilt nicht nur für die Rechenleistung. In der modernen Welt der Hybrid- und Multi-Cloud-Infrastrukturen stellen zahlreiche Unternehmen fest, dass ein erheblicher Teil ihres Budgets auf unerwartet hohe Gebühren für Cloud-basierten Speicher, Backup und Datentransfer entfällt.

Das Ziel besteht nicht darin, alles On-Premises zu verlagern, sondern die Cloud strategisch für die Workloads zu nutzen, die am meisten davon profitieren. Die Speicheroptimierung kann die Datenmenge, die in die Cloud gesendet werden muss, drastisch reduzieren und gleichzeitig die On-Premises-Speicherkapazität erweitern, ohne dass zusätzliche Arrays erforderlich sind.

Moderne Speicherplattformen wie Dell PowerStore Gen 3, die auf Intel Xeon Scalable Prozessoren basieren, können beispielsweise Datenreduktionsraten von bis zu 6:1 liefern. Bei Backup- und Wiederherstellungs-Workloads kann Dell PowerProtect mit Intel Xeon Scalable Prozessoren typischerweise eine Datenreduktion von 75:1 erzielen, was dazu beiträgt, den Speicherbedarf zu senken und gleichzeitig den Datenschutz, die Cyber-Resilienz und die Wiederherstellungsbereitschaft zu stärken.

Dieses Maß an Komprimierung bedeutet nicht nur, dass die Unternehmen ihre Investitionsausgaben für Speicher deutlich effizienter einsetzen und ihre Rechenzentrums-Workloads erweitern können, ohne sich Gedanken über Kapazitätsengpässe machen zu müssen, sondern dies reduziert zudem drastisch den Teil des Budgets, der durch Cloud-Speicherkosten aufgezehrt wird.

Resilienz verbessern und die IT entlasten

Wenn die Infrastruktur altert, können selbst routinemäßige Störungen größere Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben, wodurch Resilienz und Wiederherstellung immer wichtiger werden. Eine robustere Notfallwiederherstellung ist ein wesentlicher Vorteil der Modernisierung von Speicherressourcen, aber veraltete Infrastruktur erschwert nicht nur die Handhabung der Backup- und Wiederherstellungsprozesse – sie steigert zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Unternehmen diese tatsächlich in Anspruch nehmen müssen. Je älter Ihre Rechenzentrumsumgebung ist, desto größer ist das Risiko, dass ungepatchte Schwachstellen entstehen, und desto mehr Tools von Drittanbietern müssen die Systemadministratoren darüber legen, um den Schutz aufrecht zu erhalten.

Ein einzelner Server erreicht technisch gesehen möglicherweise erst nach zehn Jahren das Ende seiner unterstützten Lebensdauer, aber selbst wenn er noch Sicherheitsupdates und Patches erhält, fehlen einer älteren Maschine möglicherweise die Hardware-Schutzmechanismen auf Siliziumebene und die integrierten Sicherheitsfunktionen, die in neueren Modellen zu finden sind. Koordinierte Sicherheits-Orchestrierungsplattformen sind für den Schutz des gesamten Bestands nach wie vor unerlässlich, aber je sicherer eine Hardwareplattform von Grund auf konzipiert ist, desto weniger externe Tools werden benötigt, um die Lücken zu schließen.

Um diesen Bedarf zu decken, arbeiten Intel und Dell seit zahlreichen Jahren eng zusammen und entwickeln gemeinsam Sicherheitsfunktionen auf Architekturebene, um die Hardware des Rechenzentrums von Anfang bis Ende zu schützen. Dies umfasst die Integration des sicheren Boot-Systems von Dell mit Intel-Sicherheitstechnologien wie Intel® TDX, SGX und Intel® Boot Guard.

Dieser „Silicon-up“-Ansatz für Resilienz bietet nicht nur eine erhöhte Sicherheit gegenüber älteren Systemen, sondern erleichtert zudem die Verwaltung der Sicherheit und bietet größere Möglichkeiten zur Automatisierung routinemäßiger Aufgaben. Für zahlreiche IT-Teams besteht das Ziel nicht nur in einem besseren Schutz – es geht vielmehr darum, weniger Zeit mit dem „Löschen von Bränden“ und mehr Zeit mit der Unterstützung des Geschäfts zu verbringen.

Die Automatisierung wird zunehmend in mittelständischen Unternehmen mit effizienten IT-Teams eingesetzt, und zwar nicht nur im Sicherheitsbereich, sondern über den gesamten Infrastruktur-Stack hinweg.

Tools wie AIOps von Dell und die iDRAC9-Managementplattformen nutzen KI und prädiktive Analysen, um Hardwareprobleme intelligent vorherzusehen, Wartungsbedarf zu prognostizieren und potenzielle Probleme ausfindig zu machen, wodurch die IT-Teams diese ohne unnötige Ausfallzeiten beheben können.

Zentralisierte Orchestrierung und Observability machen es zudem einfach, große, verteilte Umgebungen - vom zentralen Rechenzentrum über die Cloud bis hin zum Edge - zu überwachen und so die Problemlösung zu beschleunigen. Dies gibt den Fachteams mehr Zeit – laut einer Studie aus dem Jahr 2026 unter Dell AIOps-Nutzern bis zu acht Stunden Systemadministrationszeit pro Woche –, die sie für Mehrwert schaffende Initiativen aufwenden können, die das Geschäftswachstum direkt vorantreiben. Dazu könnten die Einführung neuer digitaler Services, die Optimierung von Datenanalyseplattformen oder die Verbesserung des Kundenerlebnisses gehören.

In Wachstumsphasen IT-Kosten senken und vorhersagen

Bei der Bewertung von Infrastrukturinvestitionen kann die Vorhersehbarkeit genauso wichtig sein wie die Kosteneinsparungen. Da Strom- und Kühlungskosten für Rechenzentren immer kritischere Kostenfaktoren werden, ist die Investition in effizientere Hardware zur Senkung der Betriebskosten zunehmend wichtig.

Dies ist ein Punkt, auf den sich Intel bei der neuesten Generation der Intel Xeon 6 Prozessoren besonders konzentriert hat: Verbesserte Designeffizienzen beim Silizium haben zu bemerkenswerten Reduzierungen beim Stromverbrauch und bei den Kühlanforderungen geführt. Dies senkt nicht nur die Betriebskosten im Laufe der Zeit erheblich, sondern macht sie auch vorhersehbarer und planbarer, was für innere Ruhe sorgt und greifbare, jährliche Einsparungen bei den Betriebskosten ermöglicht.

Für Betreiber von Rechenzentren geht es bei der Modernisierung der Infrastruktur um mehr als nur darum, mit der Technologie Schritt zu halten. Eine strategische Modernisierung kann die Unternehmen dabei unterstützen, das Wachstum zu fördern, die Resilienz zu steigern und die Effizienz zu verbessern, während gleichzeitig ein Fundament für zukünftige Skalierungen geschaffen wird. Es muss zudem kein budgetsprengender Kostenfaktor sein. Mit den richtigen gezielten Upgrades und einer gut geplanten Strategie kann eine kleine Investition jetzt als Startrampe für laufende zukünftige Aktualisierungen dienen, die auf dem aktuellen Bestand aufbauen und diesen auf wirksame und finanziell nachhaltige Weise erweitern.

Die sich verändernde Wirtschaftlichkeit der Gemeinkosten von Rechenzentren bedeutet zudem, dass kluge Investitionen jetzt Ihre Rechnungen in der Zukunft tatsächlich senken können. Die Nutzung einer Infrastruktur, die gemeinsam entwickelte Schutzmaßnahmen auf Architekturebene von Anfang bis Ende integriert, ermöglicht es wachsenden Unternehmen, anspruchsvollen Cyber-Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein und in komplexen regulatorischen Umgebungen zurecht zu kommen, ohne das Geschäftsergebnis zu beeinträchtigen.

Letztendlich ist das Rechenzentrum das Herzstück des modernen Unternehmens, und die Modernisierung dieses Herzstücks – selbst bei begrenztem Budget – ist ein entscheidender Schritt, um es als hocheffizienten wirtschaftlichen Vermögenswert neu zu positionieren. Die Standardisierung auf moderne Dell PowerEdge Server mit Intel Xeon 6 Prozessoren und Dell-Speicherplattformen, die auf Intel Xeon Technologien basieren, kann den Unternehmen dabei helfen, die Effizienz zu verbessern, die Resilienz zu steigern und ein skalierbares Fundament für zukünftiges Wachstum zu schaffen.

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